Axolotl – eine Alternative für das Aquarium?
Der oder auch das Axolotl gehört zu der Familie der mexikanischen Schwanzlurche
Dies war bis vor einigen Jahren im Grunde kaum bekannt. Jedoch findet man sie inzwischen in Zoohandlungen und kann sie für einen günstigen Preis ab 15,00 Euro aufwärts erwerben. Angepriesen werden diese niedlichen Tierchen als „Haustiere“ die einiges an falscher Behandlung vertragen können und das die Tierhandlungen ebenfalls davon ausgehen zeigt sich darin, dass der Axolotl ganz gern in großen Menschen in winzigen Becken gehalten wird, bevor er, eingepackt in Plastiktüten in das Aquarium des Tierhalters umzieht. Was ist jedoch dran an der Behauptung, dass es sich bei dem Axolotl um ein, nahezu gegen jede Falschbehandlung resistentes Tier handeln soll? An dieser Stelle sollte man sich grundsätzlich vorab einmal über die eigentlichen Besonderheiten des Wasserbewohners informieren.
Der Axolotl gehört zu den Querzahnmolchen und verbleibt aufgrund seiner natürlichen Art dauerhaft im Larvenstatus.
Er wird daher geschlechtsreif, ohne eine Metamorphose zu durchlaufen. Heimisch sind diese Wasserbewohner im Xochimilco-See und im benachbarten Chalco-See, innerhalb eines vulkanischen Beckens bei Mexiko. Bei diesen Seen handelt es sich um Überbleibsel eines früher ausgedehnten Gewässersystems, welches für eine eher kühle Grundtemperatur sorgt. Axolotl sind nachaktiv und bevorzugen sauerstoffreiche und stetig kühl bleibende Wasserverhältnisse. Sie halten sich meist am Grunde von Gewässern auf. Aufgrund eines angebotenen Schilddrüsendefekt verbleiben sie im Larvenstatus – wobei es jedoch Ausnahmen gibt, die als Landgänger bezeichnet werden. Wissenschaftlich hochinteressant ist die Tatsache, dass der Axolotl über die Fähigkeit verfügt, Gliedmaßen, Organe und sogar Teile des Gehirns und Herzens wiederherzustellen. Diese Regeneration sorgt nicht, wie bei einigen Tieren üblich, für Verkrüppelungen, sondern es werden vollständig funktionstüchtige Organe regeneriert.
Betrachtet man diese Fakten, könnte man zur Annahme kommen,
dass tatsächlich etwas dran ist, an dem unverwüstlichen Axolotl. Die Realität sieht allerdings anders aus. Die kühlen und sauerstoffreichen Verhältnisse können in einem kleinen Aquarium kaum ausreichend hergestellt werden. Vor allem nicht im Sommer. Bereits aus der Tierhandlung erhalten Tierbesitzer kranke oder verkrüppelte Tiere, bei denen keineswegs eine Regeneration mehr eintritt. Schlimme Schädigungen des Nervensystems sind die Folge, welche dazu führen, dass das Tier nicht annähernd wächst oder das übliche Lebensalter erreicht. Axolotl sind Einzelgänger und benötigen viel Platz und die Möglichkeit, sich vor ihren Artgenossen zurückzuziehen. Allerdings sind auch diese nicht grundsätzlich in Aquarien gegeben. Selbst gute Halter, die ihr Bestmögliches geben, können nicht verhindern, dass Krankheiten und Störungen auftreten, die für die Axolotl eine Qual sind.
Fazit ist daher: dass man diese faszinierenden Tiere in ihrem natürlichen Lebensraum belassen sollte. Faszination und Begeisterung dürfen nicht zur Ausrottung führen.











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